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Wenn Aufstellungen zur Sucht werden

Jeder, der über einen längeren Zeitraum Aufstellungen leitet, kennt sie: die sogenannten “Aufstellungsjunkies”. Gemeint sind Personen, die ein Anliegen nach dem anderen in diversen Aufstellungen in sehr kurzen Abständen einbringen. Vordergründig sind es unterschiedliche Anliegen, blickt man hinter die Kulissen, dreht sich allerdings alles um ein “Generalthema”. Dieses scheint noch nicht gelöst zu sein – oder mehr noch: Die Person hat auch einen regelrechten Nutzen, dass dieses Problem noch nicht gelöst ist. Leider sind diese “Aufstellungsjunkies” auch der Meinung verfallen, dass es ausreicht, eine Aufstellung zu besuchen. Danach setzt ein magischer Prozess ein und alle Problem lösen sich in kurzer Zeit selbst auf. Dass damit die Aufstellungsarbeit völlig falsch betrachtet wird, muss hier wohl nicht extra betont werden.

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Was ist eine Aufstellung eigentlich?

Sie wollten schon immer kurz und knapp zusammengefasst alles wesentliche über Systemaufstellungen wissen? Warum nicht gleich von einem der Begründer der Strukturaufstellung, Matthias Varga von Kibéd. In diesen Kurzvideos erzählt er über die Hintergründe, Prozesse und die Einsatzgebiete.

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Lesetipp: Fachzeitschrift Supervision

Die Fachzeitschrift Supervision erscheint seit 1982 viermal im Jahr und richtet sich an Supervisoren, Organisationsberater und Sozialwissenschaftler sowie Fachkräfte aus den Bereichen Fortbildung und Personalentwicklung. Jedes Heft hat ein wechselndes Schwerpunktthema, z.B. Krisenkompetenz, Nutzen von Beratung, Sprache, Lernen und Verlernen.

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Die Familiengeschichte hinterfragen

Frank Obels hat in seinem Blog einen wunderbaren Fragenkatalog zusammengestellt, aus dem sich hervorragend beim Vorinterview zu einer Familienaufstellung schöpfen lässt. Da sich diese Fragen für jede Person auch sehr gut zum “Vorreflektieren” bei einem anstehenden Familienthema eignen, möchte ich sie auch hier veröffentlichen:

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Walk your talk

Bei Volker Hepp habe ich einen sehr interessanten Beitrag zum Thema “Tue was du sagst” gefunden. Es geht um die indianische Weisheit “Walk your talk” und spiegelt für mich sehr schön den Umgang mit konsequenter Umsetzung, Verantwortung für die eigenen Gedanken, Sätze und Taten wieder.

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Etwas einfach "stehen lassen"

Bei Frank Obels bin ich auf eine interessante Passage aus dem Buch Das Geheimnis des Herzmagneten gestoßen.

“Wenn Sie innerlich einfach nur wahrnehmen, was da ist, ohne es zu bekämpfen, sehen Sie die Wahrheit. Sie wollen nicht mehr vermeiden hinzusehen. Und was Sie nicht mehr vermeiden wollen, zieht Ihr Magnet nicht mehr an.”

Für mich passt diese Aussage vortrefflich zum Thema, “etwas stehen lassen” zu können. Wie oft urteilen wir über das Verhalten von Familienangehörigen, Freunden, Arbeitskollegen oder Vorgesetzten. Oft spielt sich dann bei uns ein innerer Kampf ab, der sich oft auch in den Wortwechseln bei Aufstellungen sehr oft widerspiegelt. Natürlich ist der oben geschilderte Schritt nicht unbedingt einfach und benötigt wahrscheinlich in manchen Fällen sogar externe Begleitung durch einen Therapeuten, Berater oder Coach. Gelingt er aber, so erscheinen die betreffenden Personen für uns in einem anderen Licht und blockieren uns selbst nicht mehr mit der früheren Intensität. Eine gute Basis, um anstehende oder schwelende Konflikte nun zu lösen.

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Sie möchten Stellvertreter sein? Melden Sie sich!

Bin bereits mehrmals gefragt worden, ob man sich bei mir auch für die kostenlose Teilnahme als Stellvertreter für Aufstellungen melden kann. Selbstverständlich, und zwar ist das hier möglich. Einfach eintragen und Sie erhalten einen Monat vor unseren nächsten Terminen in Österreich eine rechtzeitige Einladung per E-Mail.

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Die Haltung des Aufstellungsleiters

Siegfried Essen hat sich einmal grundsätzlich Gedanken über die Aufstellungsarbeit an sich gemacht. Diese Gedanken, die natürlich insbesondere die Leiter von Aufstellungen und ihre Haltung betreffen, möchte ich hier wiedergeben:

  1. Aufstellungsarbeit ist Intuitionstraining
  2. Unterschiede sollen wichtiger genommen werden als Inhalte
  3. Der/die AufstellungsleiterIn als GastgeberIn hat fast sakrale Funktion *
  4. Wir folgen einem Wechsel von (wenig) Beabsichtigen und (viel) Absichtslosigkeit. Was wir erfahren, ist dann immer ein Geschenk.
  5. Ich (bzw. die Repräsentaten) finden erst dann einen guten Platz im Ganzen, wenn alle einen guten Platz haben
  6. Unsere Seele dehnt sich aus wie das Universum – ganz frei
  7. Die Ausdehnung der Seele ist ohne Ende (integrales Bewusstsein)

* Matthias Varga von Kibéd: “In dem Maße, in dem ich Aufstellungen leite, beschädige ich den Prozess.”

Ich denke, dass die Überlegungen von Siegfried Essen sehr treffend formuliert sind. Besonders Punkt 4 ist für mich die Grundlage meiner Arbeit, aber auch die Anmerkung von Matthias Varga von Kibéd finde ich äußerst gut, schließlich bedeutet dies auch ein klare Abgrenzung zu bestimmten Zugängen zur Aufstellungsarbeit, die viel direktiver in den Prozess eingreifen.

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Bloggtipp: Fritz B. Simons Systemische Kehrwoche

Sie wollten schon immer auf Tuchfühlung mit dem bekannten Heidelberger Systemiker Fritz B. Simon gehen und haben ihn bisher nur auf Kongressen, in Seminaren oder durch das Studium seiner Bücher kennen gelernt? Das Web 2.0 hat auch vor Fritz B. Simon nicht halt gemacht und so bloggt er in Simons Systemische Kehrwoche beinahe täglich interessante Gedanken zu brandaktuellen Themen. Sehr empfehlenswert!

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Die professionelle Haltung

Die Veranstalter von Aufstellungsseminaren werden oft unterschiedlich genannt:

  • Aufsteller
  • Aufstellungsleiter
  • Aufstellungsbegleiter

Mir gefällt allerdings die Formulierung “Gastgeber” weit besser. Sie hat nach meiner Sicht etwas sehr Kraftvolles und doch Unparteiisches in sich.

Und diese Sichtweise ist auch wichtig, wenn wir über die Haltung eines “Aufstellungsbegleiters” sprechen. Diese sollte

  • ohne Absicht, wertneutral und unabhängig sein
  • ohne Furcht, egal was sich zeigt
  • ohne wertschätzend, respektvoll dem Ganzen gegenüber

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