Ich bin ja kein erklärter Anhänger von diversen Spaß-Mails, die uns allen tagtäglich von Freunden und Bekannten ins elektronische Postfach trudeln. Ein derartiges E-Mail hat mich gestern von einem lieben alten Schulfreund erreicht – und zwar zum Thema Paradigmenwechsel. Dessen Kernbotschaft finde ich äußerst interessant, deshalb möchte ich auch hier einige Zeilen dazu verlieren. Die in der kurzen Geschichte vorkommenden Affen spiegeln meiner Meinung nach auch so manche Aussagen von uns allen wieder. Wir alle sind in Organisationen (Firma, Verein etc.) und Familien eingebettet. Viele damit verbundenen Verhaltensmuster sind so selbstverständlich geworden, dass wir deren Hintergrund leider oft nicht mehr hinterfragen. “Das ist hier so üblich”, hätten die Affen in der Geschichte geantwortet, wenn sie sprechen könnten. Transformiert auf unseren Alltag lautet das dann so: “So läuft es eben in unserer Familie so” oder “Das ist unsere Team- oder Firmenkultur”.
Solche Justament-Aussagen lassen bei mir in Coachings und Aufstellungsprozessen (speziell im Vorinterview) die Alarmglocken schrillen. Oft müssen wir uns diesen verkrusteten Rahmenbedingungen vorab widmen, bevor wir uns als Gastgeber einer Aufstellung mit dem eigentlichen Anliegen beschäftigen.